EDITORIAL

Deutschlands Spitzenposition als Geschäftsreiseziel in Europa unterstützt die Erfolgsgeschichte des deutschen Incoming-Tourismus

2018 war nach den bisher vorliegenden Ergebnissen ein weiteres gutes Jahr für den deutschen Incoming-Tourismus: Die Zahl der internationalen Übernachtungen stieg weiter und führt zum neunten Rekordergebnis in Folge. Dabei kann sich Deutschland auch im Wettbewerb der Destinationen weiter stark behaupten.

Als Geschäftsreiseziel kommt Deutschland im internationalen Wettbewerb eine Schlüsselposition zu: Laut IPK International 2018 unternahmen Europäer 2017 63,8 Millionen Geschäftsreisen, davon den ganz überwiegenden Teil (59,4 Millionen) innerhalb Europas. Klarer Spitzenreiter bei den Zielländern war Deutschland mit 12,9 Millionen Reisen, weit vor Frankreich (4,8 Millionen) und Großbritannien (4,7 Millionen).

Für das deutsche Incoming sind die Business Traveller ein wichtiges Segment: Fast jede vierte Reise von Europäern nach Deutschland wird aus geschäftlichem Anlass unternommen.

 

Die Digitalisierung verändert den Rahmen für promotable Geschäftsreisen

Allerdings befindet sich der Geschäftsreisetourismus mitten in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess: Die Digitale Transformation greift tief in die Arbeitsprozesse der Unternehmen ein. Durch erweiterte Kommunikationsmöglichkeiten, Präsentationsformen und Formen der Zusammenarbeit wie Kollaborationstools entfallen Gründe für traditionelle Geschäftsreisen. Der äußere Rahmen für promotable Geschäftsreisen, beispielsweise Kongresse und Tagungen, verändert sich.

Bisher vorliegende IPK-Zahlen bestätigen: Rückgänge im traditionellen Geschäftsreisemarkt können in Deutschland durch promotable Geschäftsreisen kompensiert werden. Dies ist ein weiterer Beleg für die erfolgreiche strategische Ausrichtung des GCB mit den beiden Kernelementen Internationalisierung und Digitalisierung für das Segment Tagungen und Kongresse.

 

GCB ist Impulsgeber für die MICE-Branche

Der Verwaltungsrat unterstützt ausdrücklich das Engagement des GCB bei der Weiterentwicklung digitaler und hybrider Formate. Projekte wie die Meeting Experts Conference (MEXCON), die greenmeetings und events Konferenz oder der Innovationsverbund „Future Meeting Space“ stehen beispielhaft für die zukunftsorientierte Ausrichtung des GCB. Diese sind nicht nur für die Akquisition internationaler Veranstaltungen für deutsche Standorte relevant. Sie helfen der MICE-Branche sowie der gesamten deutschen Tourismusindustrie, sich auf künftige Herausforderungen einzustellen.

Das GCB hat dem Segment der promotablen Geschäftsreisen nach Deutschland 2018 wieder beachtliche Impulse gegeben. Zu diesem Erfolg gratuliere ich dem Team des GCB und seinem Geschäftsführer Matthias Schultze sehr herzlich und danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz sowie den stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden Roland Elter und August Moderer für die tatkräftige Unterstützung.

 

Petra Hedorfer

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Verwaltungsrats des GCB German Convention Bureau e.V. und
Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. (DZT)

Wandel aktiv gestalten

Die Welt insgesamt und auch die Tagungs- und Kongressbranche in Deutschland verändern sich rasant. In diesem dynamischen Umfeld hält sich Deutschland dennoch seit vielen Jahren als Standort für Tagungen und Kongresse international an der Spitze.

Das Erfolgsrezept ist eine ständige Weiterentwicklung mit Blick auf die Herausforderungen der künftigen Jahre und Jahrzehnte. Auf diese permanente strategische Entwicklung legt das GCB bereits seit vielen Jahren seinen Schwerpunkt – und damit konnte es in der deutschen Tagungs- und Kongressbranche schon viel bewegen. Mit Handlungsempfehlungen und maßgeschneiderten Maßnahmen für seine Mitglieder unterstützt das GCB die Branche und trägt dazu bei, die weltweite Top-Position zu sichern.

 

Etablierte Konzepte und digitale Formate

Dabei verknüpft das GCB Bewährtes mit Innovativem: Etablierte, erfolgreiche Formate wie zum Beispiel die jährliche Messe IMEX in Frankfurt oder Kundenveranstaltungen, etwa in Großbritannien, den USA und China, bleiben weiterhin feste Bestandteile des GCB-Aktionsplans. Gleichzeitig nutzt das GCB verstärkt die Chancen der digitalen Transformation, um den Standort Deutschland für Tagungen und Kongresse zu positionieren: Beispiele dafür sind neue Kanäle und Tools, wie zum Beispiel Social-Media-Aktivitäten, Webcasts und digitale Broschüren, oder auch die Erforschung und Umsetzung innovativer Formate im Zusammenhang mit dem Projekt „Future Meeting Space“.

 

Mit klaren Zielen auf Kurs

Die Aufgaben des GCB sind klar umrissen und in seiner Mission formuliert. Ergänzend dazu kommen strategische Ansätze, die wir in unserer Vision für die Zukunft ausdrücken: „Meetings made in Germany connect the world – digital and face-to-face“. Für sämtliche Aktivitäten, die sich daraus ableiten, sind gemeinsame Werte die Basis. Diese Werte hat das GCB-Team im Jahr 2018 definiert und zu einem Leitbild zusammengefügt. Damit kann das GCB seine definierten Aufgaben im Sinne seiner Mitglieder voll ausfüllen.

Ein wichtiger Ansporn bei der Weiterentwicklung von Strategien, Themen und Produkten ist das Vertrauen, das uns die GCB-Mitglieder entgegenbringen. Dafür bedanken wir uns ebenso wie für die Unterstützung durch die beiden Gremien, die sich mit uns gemeinsam für einen erfolgreichen Standort Deutschland engagieren.

Über die strategischen Fundamente und die konkreten Maßnahmen des Vorjahres informieren wir Sie in unserem digitalen Jahresbericht – ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Matthias Schultze

Managing Director,
GCB German Convention Bureau e.V.